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09. April 2005

Ankunft in Tahiti


Bei uns verschob sich die Ankunft vom Sonntag auf den Samstag, was kaum weiteren Einfluss hatte, da wir erst am Montag einklarieren konnten. Am Montag bei der Immigration, wurde von uns ein Depot von 3000 US$ verlangt. Ohne weitere Hinweise wurden wir auf die Piste geschickt. Wir stellten uns vor, dass wir ein Konto eröffnen mussten, um dann von unserer Hausbank die geforderte Summe darauf einzahlen zu lassen.


Von den ersten drei Banken wurden wir abgewiesen. Bei der vierten Bank wurden wir nach entsprechenden Abklärungen an das Mutterhaus in der Stadt verwiesen. Das Prozedere erwies sich dann als einfach...... Wie bei einer Autovermietung sollte uns über eine Kreditkarte der entsprechende Betrag auf dem Konto gesperrt werden, worauf die entsprechenden Beläge als Sicherheit verwendet werden konnten.


In der Folge zeigte sich, dass Anitas Visa Card keine Sicherheit hergeben wollte. Auf ihrer Master Karte konnte der halbe Betrag verpfändet werden. Am nächsten Tag versuchten wir es mit meiner Visa Card, aber auch mit negativem Ergebnis. Nach der Kontaktaufnahme mit Visa, wo uns bestätigt wurde, dass von der Bank Sorcredo keine Anfrage auf unser Konto erfolgt sei, war die Bank bereits geschlossen.


Am nächsten Tag wurde die Situation nicht besser, der Automat der Bank, wollte unsere Karte nicht akzeptieren. Frustriert machten wir uns mit der halben Kaution auf den Weg zum Einklarieren. Ein Beamte hörte sich unsere Geschichte an, und noch bevor wir geendet hatten, nahm er die Einklarierungspapiere zur Hand, um diese für uns auszustellen.


Die zum Teil fehlende Sicherheit war ihm kein Kommentar wert. Nun waren wir in der Lage, uns frei in der polynesischen Inselwelt zu bewegen. Doch wir sind auf der Durchfahrt. Die Ersatzteile die für den Autopiloten, und die neue Schraubenwellendichtung hierher geliefert werden, bestimmen die Länge unseres Aufenthaltes auf Tahiti und Moorea. Mit der Bestellung der Schraubenwellendichtung, die am selben Tag, als der Autopilot sich verabschiedet hatte wieder zu lecken begann, hatten wir auf Anhieb Erfolg.


Vetus in Holland versprach uns, das entsprechende Teil nach Tahiti zu senden. Mit dem Lager für den Autopiloten war es schwieriger. Die meisten Anfragen wurden nicht erwidert. Fragten wir nach dem Linerardrive, als ganze Einheit, kam die Antwort umgehend, mit dem entsprechenden Preis von 2000-2500 US$


Am 12. April erhielten wir dann von Udo aus Kapstadt zur Antwort....


„ Hallo ihr beiden Weltenbummler, das Problem kann gelöst werden, ich kann euch das Lager besorgen“.


Damit lief der Counttown, und es wird bloss eine Frage der Zeit sein, wann die BLUE PEARL bereit für die Weiterreise sein wird.


12. April 2005
Tahiti


Die Hauptinsel von Fanz. Polynesien hat eine Fläche von ca. 1000 km2, und derzeit 132 000 Einwohner. Der höchste Berg, der Mt. Orohena 2241 Meter hoch, ist meistens mit einer Wolkenkappe versehen.


Die Insel ist in Küstennähe mit einer Strasse gesäumt, und lässt sich mit seinen 120 Km Umfang leicht in einem Tag erkunden. Tahiti Nui ist von vulkanischer Herkunft. Ihr ist eine kleinere Nebeninsel (Halbinsel) Tahiti ITI angehängt, die nur durch eine schmale Zone mit der Hautinsel verbunden ist.


Tahiti ist sind von einem Riff gesäumt, verfügt jedoch über gute Häfen, die durch Passagen im Korallengürtel auch von grossen Schiffen angelaufen werden können. 70% der Bevölkerung Französich-Polynesien, leben in Tahitis fruchtbaren Küstenregionen, wobei der trockenere und windgeschützte Nordwesten am dichtesten besiedelt ist.


In diesem Küstenabschnitt liegt Papeete mit 24 000 Einwohner, die Hauptstadt und zugleich wirtschaftliches und politisches Zentrum von Französisch Polynesien. Die Einrichtung des Kernwaffenversuchszentrums verstärkte in den 60er und 70er Jahren die Abwanderung von den äusseren Inseln in die Stadt gewaltig.


Dazu schreiben die in Australien lebenden Kurt und Ingrid Maring, die in den Tuamotus Inseln mit dem 30 Meter langen Tauchschiff „Traumschiff“ Tahiti Aggressor unterwegs waren........


Seit der Entdeckung hat das Inselreich um Tahiti seine Besucher aus dem fernen Europa verzaubert. 1789 haben Fletcher Christian und Konsorten Herz, Kopf und Ehre verloren und dem Captain Bleigh und seinem König die Bounty geraubt, nicht etwa um sich zu bereichern, sondern sie wollten nicht mehr weg vom Paradies. Bis zur heutigen Zeit ist Tahiti ein Traumziel für Fernwehleidende geblieben, dennoch hält sich der Besucherstrom von 250'000 Gästen pro Jahr in Grenzen. Leider haben die skrupellosen französischen Machthaber dem Inselreich durch ihre hirnverbrannten Atombombentests eine böse Delle zugefügt. Das Gebiet von Französisch Polynesien ist zwar so ausgedehnt wie ganz Europa, aber das muss man sich vorstellen: Sie wohnen in Berlin und Wahnsinnige lassen bei Rom 160 Atombomben platzen. Nachdem das Testatoll Moruroa in den Tuamotus unerwartet (!) zerbrach sind sie einfach ins nächste Atoll gezogen. Ein Verbrechen der menschlichen Zivilisation! Nur die kranken französischen Militärs und ihre arroganten Politiker wissen welche Kurzzeitschäden sie durch ihre bodenlose Dummheit der Natur beigefügt haben. Ein absoluter Tiefpunkt der menschlichen Kultur! Aber das übrig gebliebene ist immer noch etwas vom Schönsten, das ein tauchender Tourist erleben kann.


Wir leben uns schnell in der Region um Papeete ein. Von unserem bevorzugten Ankerplatz vor der Marina Taina sind es per „Truck“ zwanzig Minuten in die Stadt.


Ganz in der Nähe findet sich ein Einkaufzentrum, wo alles für den Alltag zu finden ist. Die Preise sind hier für unsere Begriffe schwer nachzuvollziehen. So kaufen wir Emmentaler in bester Qualität für 11 Franken das Kilo. Ein Baguette kostet 50 Rappen...


Gestern hatten wir nicht aufgepasst, und etwas Zopfähnliches gekauft. Die 690 polynesischen Francs waren nicht etwa einen Franken, nein der vierhundertgrämmige „Leckerbissen“ in seiner Langzeitverpackung, schlug mit fast 10 Franken zu Buche!

Damit ist die Preisskala mit der hier zu rechnen ist, am besten aufgezeigt.


Die Trucks „Kleinbusse, mit Holzaufbau, auf deren Holzbänke zwischen achtzehn und fünfzig Personen Platz finden“ werden hier vorwiegend von der Polynesischen Bevölkerung, den Maohis benutzt. Dennoch fühlen wir uns in diesen Kleinlastern wie zu Hause...


In Südafrika oder Südamerika sind Trips in den „Einheimischen“ Personentransportern stets mit dem Risiko verbunden, mit leeren Taschen, oder noch geschädigter am Ziel angeliefert zu werden......


Die Bevölkerung ist in allen Schichten, sehr freundlich. Die Menschen, die Trucks benutzen, bilden die sozial schwache Gruppe der Insel, da ihnen die Mittel fehlen, sich am allgemeinen Verkehrsgedränge mit eigenen Vehikeln zu beteiligen.


Ja; es gibt sie, die polynesischen Schönheiten mit der hinter das Ohr gesteckten Blüte. „Etwas seltener, als gemeinhin angenommen“. Auf der Insel sorgen die ganzjährige Konjunktur in Bautätigkeit und Tourismus, dass es keine Bettler und nicht übermässig viel Kriminalität gibt.


Am Abend flitzen die Polynesier in ihren Kanus mit Ausleger an der vor Anker liegenden BLUE PEARL vorbei. Sie finden im innern des Riffs, wo kaum Schwell aufkommt, beste Voraussetzungen für ihren Sport.


Ob im Einer, oder Achter, die athletischen Figuren der Männer lassen auf ihr ausgewogenes Körperbewusstsein schliessen. Das wiederum zeigt mir auf, wie es um meine eigene Muskelmasse steht, und erinnert mich daran, trotz der grossen Hitze, an meinem nicht jünger werdenden Body zu arbeiten.

Über das Surfen, den traditionellen polynesischen Sport, haben wir im Weiteren gelesen.......


Die Polynesier waren nicht nur überaus fähige Navigatoren, sondern auch Meister im Wellenreiten. Sowohl in Hawaii als auch auf den Gesellschaftsinseln vergnügten sich Männer, Frauen und Kinde rauf den Surfbrettern. Kapitän Cook und Josef Banks beobachteten staunend, mit welcher Fertigkeit und Ausdauer die Inselbewohner ihr Spiel mit den Wellen trieben. Im Zuge der Christianisierung wurden Tänze, Sport und Spiele der Maohi verboten. Während die Steine der Marae (Tempel und mystische Plätze) beim Bau von Kirchen Verwendung fanden, wurden aus Surfbrettern Tische und Bänke für die Schulen geschreinert. Das Surfen geriet völlig in Vergessenheit. Fast 200 Jahre vergingen bis ein Maohi die Kunst des Wellenreitens für die Tahitianer wieder entdeckte – 1954 nach einem Aufenthalt in Hawaii, wo die Sportart schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts ihre Renaissance erlebt hatte.


Als zehn Jahre später auf Tahiti der erste Surfclub ins Leben gerufen wurde, war das Wellenreiten in Kalifornien schon lange als Sport der Beachboys avanciert. Im Jahr 1986 jedoch ging der Titel der Junior World Campion an einen jungen Tahitianer. Vier Jahre später stand Hejfara Tahutini als World Campion auf Platz eins der Weltrangliste im Surfen. Die Maohi können sich wieder zu den Meistern des Wellenreiten zählen.



27. April 2005

Befund


Die positive Antwort von Udo aus Kapstadt hatte sich inzwischen relativiert... Das Lager für den Lineardrive ist nicht zu bekommen, aber Udo bleibt am Ball.


Die Schaftdichtungen von Vetus sind noch nicht eingetroffen.


Inzwischen war auch die Ankerwinsch blockiert. Da wir keine weitere Sendung nach Tahiti in Auftrag geben wollten, verzichteten wir darauf , neue Zahnkränze zu bestellen. Nach gründlicher Reinigung läuft die Winsch zurzeit wieder perfekt.


Den Autopiloten haben wir zur Not repariert... Eine Teflonbüchse ist dort eingepasst, wo einst das Lager platziert war.


Die Testfahrt von Tahiti nach Moorea, verlief sehr zufriedenstellend.


Es juckt mich, die Reise in den Norden, ohne die neuen Schaftdichtungen fortzusetzen, trotzdem die Wartezeit hier abgesehen von der Hitze, nicht unangenehm ist, sind wir auf unseren Zeitplan bereits um Wochen im Rückstand.


Die Rechnung wird uns präsentiert, wenn wir an den schönsten Atollen und Riffen entlang dem Äquator, nonstop vorbeisegeln müssen.


04. Mai 2005

Von Tahiti zum Penrhyn Atoll


Ich beginne mit dem 4. Mai, als wir uns in Tahiti ausklarierten, um trotz der nur notdürftig, oder nicht reparierten Mängel an der BLUE PEARL, unsere Reise in Richtung Äquator fortzusetzen.


Geprägt wurde dieser Morgen dadurch, dass für die von uns geleistete Sicherheit im Wert von 1500 US$, in der Art eines Bond, uns von der Bank Socredo nur deren 1188 US$ zurückerstattet wurden. Die Differenz verflüchtigte sich als Währungsverlust. Dazu kommen die bezahlten Spesen, und der Währungsverlust durch die Überweisung unserer Bank von SFr. in Poly. Franc. Dabei hatten wir Glück, denn die Behörden forderten anfänglich den Bond über den doppelten Betrag.

Nachdem wir an der Tankstelle in der Taina Marina Diesel gebunkert, und uns von den kanadischen Freunden Jennifer und Rob von der SY SOONER am Steg verabschiedet hatten, passierten wir die Durchfahrt aus dem Riff, und nahmen Kurs Nordost.


Unser nächstes Ziel Penrhyn, eine der nördlichen Cookinseln. Fünf Tage und ein paar Stunden später, ankerten wir in den ersten Morgenstunden an der windgeschützten Westseite vom Penrhyn Atoll, auf 9 Meter Tiefe. Wir hatten während der ganzen Fahrt beste Verhältnisse, mit zwischen zehn bis zwanzig Knoten Wind von achtern.

Am nächsten Morgen staunten wir, als unser Anker inmitten eines Korallenfeldes lag, was im spiegelklaren Wasser, leicht auszumachen war.

Wir hatten uns in der Nacht mit Radar und GPS auf einen in der Karte verzeichneten Ankerplatz gesetzt, und waren entsprechend überrascht, nun diese Verhältnisse vorzufinden.


Nun wurde es Zeit, das naheliegende Dorf aufzusuchen, um unsere Ankunft den Behörden zu melden. Nachdem wir mit dem Beiboot die Passage in das Atoll geentert hatten, waren wir wie erwartet dem Schwell ausgesetzt, der sich im Innern des Atolls auf der dem Wind zugewandten Seite der Landzunge aufzubauen vermochte. Im Dorfhafen lag ein alter Frachter vertäut, von dem mit einem primitiven Schiffskran Ware entladen wurde.

Daneben stand ein uralter Bedford Laster, dessen Karosserie zum grössten Teil entfernt war. Der Fahrer im Freien sitzend, war im Begriff, sich mit einer Ladung 200-Liter Fässer, die mit Flugzeug-Kerosin bezeichnet waren, auf den Weg zu machen.


Auf die Frage nach dem Custom Office, wurden wir zum Bankgebäude verwiesen, wo wiederum niemand wusste, wo diese Person aufzufinden war. Hier empfingen uns die Leute, als wären wir vom Weihnachtsmann, da sich ihnen womöglich die Gelegenheit zum Tausch, oder Handel bot.


Eine Frau löste zwei winzige gelbe Perlen aus dem Taschentuch, und offerierte sie uns für 50 US$, womöglich der zehnfache Preis des wirklichen Wertes.Ein Mann versuchte uns in sein Haus zu lotsen, wo seine Frau eine Boutique mit selbstgemachten Souveniers betrieb.

Einige Zeit später fanden wir den Zollbeamten zusammen mit Freunden in einem schattigen Hauseingang am Boden sitzend.

Wir hätten die Jacht in das Innere des Atolls zu verholen, damit er uns einklarieren könne, liess er uns wissen.


Unwillig fügten wir uns dieser Forderung, bedingten jedoch ein paar Stunden Frist, da wir ab unserem derzeitigen Ankerplatz einen Tauchgang machen wollten. Die Unterwasserwelt mit ihrer fantastischen Fauna, und einem nichtgeahnten Fischreichtum, zeigte sich uns alsbald von der besten Seite.

Nebst einem grossen Schwarm Barracudas waren Koralltrouts zu sehen, und selbst ein ansehnlicher Riffhai kreuzte unseren Weg. Selten, dass sich uns ein Tauchplatz schon beim ersten Tauchgang in dieser Vielfalt präsentiert.

Gegen Abend suchten wir uns mit der BLUE PEARL einen Weg durch die Untiefen in der Lagune, und setzten uns vor dem Dorf auf zwanzig Meter Wassertiefe vor Anker.

Der Zollbeamte wartete bereits an der Mole darauf, von uns an Bord geholt zu werden.

Schon während er seine Schreibutensilien auf unserem Salontisch ausbreitete, machte er darauf aufmerksam, dass uns das Einklarieren eine Stange Geld kosten werde.


Alles zusammengerechnet ergab sich für die ersten Tage ein Betrag von 180 NZ$, etwa 150 SFr.

Wir weigerten uns, für diesen Betrag einzuklarieren. Der Beamte zeigte sich verständig, und meinte, dass das wohl der Grund sei, dass nicht mehr als eine Handvoll Jachten jährlich Penrhyn anlaufen würden. Wir einigten uns, dass wir die Nacht ausserhalb des Atolls ankernd verbringen, und uns am nächsten Morgen auf den Weg machen würden.

Nachdem er unser Schiff inspiziert hatte, und uns zu verstehen gab, was er alles dringend gebrauchen konnte, und wie schlecht die Versorgung der Insel doch sei, verliess er reich beschenkt die BLUE PEARL.

Er hatte uns zwei weitere Nächte ausserhalb des Atolls zugestanden, und wollte uns am nächsten Tag wieder besuchen.


Als wir im Begriff waren, aufzuankern, verfing sich die Ankerkette unter einem grossen Korallenkopf. Da unsere Tauchausrüstung noch bereit lag, war ich schnell in Montur, um unser Ankergeschirr zu klarieren. Mit dem letzten Tageslicht „kurz vor sechs Uhr“, suchten wir uns den Weg aus der Lagune. Am nächsten Morgen, es war der 11. Mai überzeugte uns ein frischer Südostwind, dass es Zeit war, uns auf den Weg zu machen.


Nach zwei Stunden flotter Fahrt, schlief der Wind jedoch ein. Sollte das unser Los für die nächsten Wochen sein, 3000 Seemeilen entlang des Äquators mit fünf bis zehn Knoten Wind, und immer mitlaufendem Motor??


Nachdem wir in Neuseeland nicht aus den Startblöcken kamen, hatten wir in Tahiti um weitere Wochen überzogen, und waren jetzt in einer Situation, wo wir die zehntausend Meilen über Japan zu den Aleuten fast ohne Stop durchfahren mussten, um Anfang Juli in Alaska anzukommen. Die Route via Hawaii war um die Hälfte kürzer, und passte derzeit perfekt in unsere Zeitvorgabe......

Wir hatten seit Tahiti bereits über vierhundert Seemeilen West gemacht, es war nun die letzte Gelegenheit, die Japanroute fallen zu lassen um stattdessen Kurs auf Hawaii anzulegen.

Hawaii!!! Wie ein Blitz der Erleichterung traf mich dieser entscheidende Gedanke. Die Route, die ich bis zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen hatte, nahm zunehmend Gestalt an... Endlich fühlte ich den ständig zunehmenden Zeitdruck von mir weichen... Nachdem wir die Situation zusammen besprochen hatten, dauerte es nur wenige Minuten, und wir waren auf Kurs Nord - Nordost mit Ziel Hawaii.



Mitwoch 11. Mai 2005
....Neuer Kurs Hawaii.....
11.00 Uhr Pos. 08°50 Süd 158°10 West


Lautete der Eintrag am Mittwoch dem 11. Mai im Logbuch. Seit Langem fühlte ich mich nicht mehr so leicht und frei. Nun konnte ich nachempfinden, dass das Leben ohne Zeitdruck ein spürbar höheres Mass an Lebensqualität bietet. Die nächsten Tage mit Kurs Äquator waren trotz mässigem Wind, so locker wie seit Langem nicht mehr.

Der Eintrag im Logbuch am Sonntag dem 15. Mai ...Wieder kein Wind wir setzen Segel back und driften.....


Am 16. Mai um 19.55 Uhr überquerten wir den Äquator auf 156°16 West, nach den zwei Überquerungen im Atlantik nun zum dritten Mal. Ein Ereignis, das wir auf der BLUE PEARL feierlich zu würdigen wussten. Die folgenden zwei Wochen waren ein ständiger fight am Wind, wie wir es vor Jahren erlebt hatten, als wir von Kapstadt, den Atlantik hoch, nach Europa segelten.


Das ständige Bemühen, gegen den Nordostwind genug Höhe zu laufen, wurde uns vereitelt, weil eine starke Strömung uns nach Westen versetzte. Selbst der in den Karten verzeichnete Konterstrom, der nach dem Äquator in Richtung Osten setzen sollte, war nicht auszumachen.


Das neue voll durchgelattete Grossegel entpuppte sich als aerodynamisches Wunder, das Unterwasser war schnell wie schon lange nicht mehr, die Rollgenua, der die Zeit zugesetzt hatte, verhielt sich jedoch wie ein Sack am Vorstag, und wir bedauerten, dass wir dieses Segel nicht auch in Neuseeland durch ein Neues ersetzt hatten.

Dennoch liefen wir gute Etmale, verloren aber unser angestrebtes Ziel, die Insel Hawaii ständig mehr aus den Augen.


26. Mai 2005
Hawaii


Am Donnerstagabend dem 26. Mai liefen wir im Honolulu Yachtclub Hawaii ein. Wir hatten Honolulu auf der weiter westlich in der Inselkette liegenden Insel Oahu angelaufen. Wie es der Zufall wollte, hatten wir für unsere Hawaii - Post die Adresse dieses Clubs angegeben.


In der Folge erwies sich der Yacht Club als äusserst günstig, und seinen Gästen gegenüber sehr aufgeschlossen. Vor dem Jachtclub gingen wir bei der SHADES OF BLUE längsseits, einer kanadischen Jacht deren Eigner Fred und Mary uns über VHF aufgefordert hatten, bei ihnen anzulegen.


Nun nahmen sie unsere Leinen entgegen, und obwohl uns Fred später wissen liess, dass er keinen Kontakt zu anderen Seglern suche, und schon besetzte Ankerbuchten meide, wurden wir während des Aufenthalts in Honolulu gute Freunde.


Hier abseits der Weltumseglerroute waren kaum Jachten auszumachen, die nicht unter kanadischer Flagge, oder in der USA registriert waren. Einige von ihnen waren auf dem Weg in den Süden, während andere, wie wir von dort kamen und bestrebt waren, den Kontinent zu erreichen.


Um günstige Windbedingungen erwarten zu können, muss das in dieser Jahreszeit das im Norden der Inselkette stationäre Hochdruckgebiet umsegelt werden, womit oft weit über tausend Seemeilen Umweg in Kauf zu nehmen sind.


Einige Jachten, die Kurs auf südliche Ziele anlegen, queren das Hoch mit Motorenpower, um sich den weiten Umweg im Nordwesten zu ersparen. Wenn dann der Sprit knapp wird, brauchen sie oft mehr Zeit, um ihr Ziel zu erreichen, als wenn sie den beträchtlichen Umweg gewählt hätten.

In Alaska erreichte uns ein Email von der SY HORIZON. Marcy und Josepf die wir in Honolulu trafen, hatten den „kurzen“ Weg von Honolulu nach Kalifornien gewählt, und waren derzeit bereits über zwanzig Tage unterwegs.

Von Flauten und Gegenwind gebeutelt, gaben Sie der Hoffnung Ausdruck, Südkalifornien in weiteren fünf Tagen zu erreichen.


Honolulu gefiel uns auf Anhieb sehr gut. Im Gegensatz zu Papeete auf Tahiti, trafen wir hier auf eine moderne Grosstadt mit entsprechend gigantischen Bauten, deren Bewohner sich eines gehobenen Lebensstandart erfreuen. Einzig im Park treffen wir auf eine ansehnliche Anzahl Glochard's, deren Status wohl mehr auf ihre Lebensauffassung zurückzuführen ist, als dass sie Ausgestossene der Gesellschaft sind.


In Hawaii, wo es nie Winter wird, lässt sich auch im Park gut leben.

Einige unter ihnen scheinen das Sammeln und Horten doch nicht lassen zu können. Überladen und mit ‚geliehenen', vollbepackten Einkaufswagen, treffen wir sie, wenn sie den Rastplatz wechseln.


Honolulu mit ca. 400`000 Einwohner, ist die Hautstadt der Inselkette „Hawaii“, die aus acht Hauptinseln 124 Inseln und zahlreichen Atolls besteht, und insgesamt ca. 1,2 Millionen Einwohner zählt.

Früher waren Ananas und Zuckeranbau die Haupterwerbsquellen, heute ist der Tourismus führend, doch auch die Industrie und der Marinehafen „Pearl Harbour“ bieten viele Arbeitsplätze.


Als Capitan Cook 1778 die Inseln entdeckte, waren diese autonom, jede von ihrem Chief regiert. Später übernahm der Chief der Hawaiiinsel nach einer Serie von Kriegen die Autorität auf den Nachbarinseln, woraus ab 1819 das Königreich Hawaii wurde.

1893 war es mit der Monarchie zu Ende, und seit 1959 ist Hawaii der 50. Staat der USA.

Am 7. Dezember 1941 wurde Pearl Harbour von den Japanern angegriffen, worauf die USA mit den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki antwortete.


30. Mai 2005

Memorial Day


Auf der Insel gibt es viele Anlässe zum Feiern. Noch nie sahen wir in so kurzer Zeit so viele Feuerwerke am Nachthimmel, die nicht angesagt werden, und deren Herkunft nicht öffentlich bekannt ist. Der Memorial Day am 30. May wurde mit grossem Aufwand zelebriert.


Im Ala Moana Park gegenüber der Marina wurden Plattformen für Aufführungen, und Türme für grossflächige Filmleinwände und Lautsprecheranlagen erstellt. Bereits am frühen Morgen fanden sich die ersten campierenden Besucher ein. Bis zum Abend war auch der letzte Winkel von Gästen besetzt. In Sippen, Vereinen und jeder Art von Gruppierungen, wurde gebraten und geschlemmert was das Zeug hergab.


Am späteren Abend fanden sich dann noch viele Tausend weitere Gäste am Strand ein, um dem angesagten Zeremoniell beizuwohnen. Die Zeremonie wurde dann zur Hauptsache in polynesisch abgehalten. Obschon die Hawaiianer ein multinationales Volk sind, ist man sich hier der Tradition bewusst.

Als Höhepunkt wurden viele Lichter auf Flossen in die auslaufende Tide gesetzt, die als Lichterteppich in Richtung Riff treibend ein ergreifendes Schauspiel boten.


Sie sollten an die Gefallenen im zweiten Weltkrieg erinnern.

Beim Besuch des polynesischen Kulturcenters, das von Studenten geführt wird, wurde uns von den jungen Leuten vieles über das Leben der Sippen in damaliger Zeit erklärt.


Am Sonntag dem 11. Juni trafen wir in der Stadt unerwartet auf einen Umzug. Es war wie wir erfuhren, das staatliche Fest zu Ehren des Königs Kamehameha.


Viele Organisationen, selbst die Polizei und Navy, sowie verschiedene Univärsitäten und Colleges waren mit ihren Musikgruppen, vertreten, oder defilierten in ihren prächtigen Uniformen zur allgemeinen Begeisterung durch die Strassen.


Keine Frage, die Hawaiianer verstehen das Leben zu geniessen.


Ein walk auf den Diamond Hill, ein grosser Vulkankrater, dessen höchste Hügel im zweiten Weltkrieg als Festung ausgebaut wurden, bot uns Sicht auf die Stadt und in verschiedene Täler, dort wo im Rücken der Stadt das Terrain zu Hügeln und Bergen ansteigt.


14. Juni 2005

Kauai nach Kodiak


Wir hatten Honolulu am 13. Juni hinter uns gelassen, und zu einer Nachtfahrt mit Ziel Kauai angesetzt. Von der Hanalei Bay aus wollten wir in Richtung Norden starten.


Am übernächsten Nachmittag traf auch die SHADES of BLUE in der Bucht ein. Ihnen hatte sich beim Verlassen des Hafens eine im Wasser treibende Leine um die Schraube gehaspelt. Martin, der als Crew zwei Stunden vorher eingeloggt hatte, musste ins Wasser um Schraube und Schaft zu klarieren, was seiner Meinung nach dem Törn schon in den Anfängen einen Hauch von Abenteuer gab.

Nach einem Besuch auf der SHADES of BLUE, wo uns Fred nahe legte, den vom Westen herkommenden Tiefs auszuweichen, machten wir uns am Morgen des 16. Juni auf den Weg.


Vorweggenommen, unsere letzte grosse Überfahrt mit der BLUE PEARL sollte auch die Schnellste werden. Wir hatten nur zwei Etmale unter hundertfünfzig Seemeilen zu verzeichnen. Der Autopilot hielt der Belastung weiterhin Stand. Auch die Schaft- Dichtung hielt sich trocken. Allerdings brauchten wir den Motor fast ausschliesslich im Leerlauf, um Strom zu erzeugen, und um die Batterien zu laden.


Kurz vor Ankunft in Kodiak stellten sich dann mit dem Ausfall des Radars und zerfetzter Genua neue Probleme ein, die sich erst mit der Ankunft in Vancouver in Ordnung bringen lassen werden.


Vorerst machten wir mit gutem achterlichem Wind flotte Fahrt. Wir hielten uns im äussersten Bereich des grossen, in dieser Jahreszeit im Norden von Hawaii stationären Hochs, wo wir die Windstärke fast nach Belieben wählen konnten. Machte ein vom Westen auf das Hoch treffende Tief etwas mehr Druck, erhöhte sich die Windstärke auf über 25 Knoten, gab der Druck nach, segelten wir mit knapp unter zwanzig Knoten, und fühlten uns bei diesen idealen Bedingungen wie Könige.

Die SHADES of BLUE, deren Crew sich zwei Tage nach uns auf den Weg machte, hatte etwas näher am Kern des Hochs schwächere Winde zu verzeichnen, hielt aber den Speed mit Hilfe des Motors hoch. Sie wollten nach Vancouver, und waren nicht gewillt, einen weiteren Radius als nötig zu segeln. Über SSB erfuhren wir, dass ihr Gefrierschrank mit der selben Art Thunfisch randvoll war, wie wir ihn derzeit auf der BLUE PEARL zu essen pflegten.

Obwohl ich den Ausdruck „Fisch satt“ nicht hören will, er hat nach meiner Auffassung einen etwas negativen Beigeschmack, war es wohl das einzig passende Wort, mit dem wir nach Tagen unsere Situation bezeichnen mussten. Ich hatte das Fischen eingestellt, um endlich wieder einmal eine feine Rösti mit Käse überbacken, auf den Teller zu kriegen.


Vor uns entwickelten sich die unmöglichsten Wetterbilder, mit Fronten in Sturmstärke, um sich dann, wenn wir uns dem Gebiet annäherten, in gastliche Werte zu mässigen.


Einzig den Kurs auf den Unimak Pass in der Inselgruppe der Aleuten, wo wir Dutch Harbour anlaufen wollten, konnten wir nicht halten.

Viel bequemer war es, den Kurs auf Kodiak anzulegen, in dessen Windverhältnisse sich unser Schiff ein weiteres Mal perfekt einfügte.

01. Juli 2005

Kodiak, Alaska


Kurz vor sieben Uhr verholten wir uns an diesem Abend an einen freien Platz in Kodiak's Fischerhafen. Wir waren für die 2500 Seemeilen 15 Tage und neun Stunden unterwegs, was einem Speed von knapp 6,8 Knoten in der Stunde entspricht.


Am letzten Tag unserer Reise war das Wetter wieder veränderlich.


Seit der kurzen Nacht war der Nebel vom Vortag einer tiefen Bewölkung gewichen, die sich verschiedentlich aufriss, und einige blaue Stellen freigab. Zu dieser Zeit zeigte sich an unserer Backbordseite im Nordwesten bereits Kodiak's Küste, noch lagen jedoch hundert Meilen vor uns.

Vor Mittag, sechzig Seemeilen vor Kodiak trafen wir auf ein grosses Schiff der Coast Guard. Wie lange dieses schon in etwa einer halben Meile Distanz neben uns hergefahren war wussten wir nicht, da wir uns im Deckhaus aufhielten, und unsere Aufmerksamkeit zur Hauptsache nach vorne richteten.

Es überraschte uns, dass die Besatzung nicht versuchte über VHF mit uns Kontakt aufzunehmen.


Wir setzten die Schweizerflagge, die wir zu deren Schutz am Achterstag eingerollt hatten, und hissten die US-Gastlandflagge unter die Steuerbordsaling.


Die Antwort darauf war das Horn des Coast Guard Schiffes, das darauf beigedreht wurde, und uns auf sich zufahren liess, bevor dieses in Richtung Küste abdrehte. Wir freuten uns über diese Begrüssung.


Nach diesem Besuch war es auch mit dem Wind vorbei, der während des ganzen Trips kaum eine Schwäche gezeigt hatte. Der Landstreifen hatte inzwischen Konturen angenommen. Im Hintergrund waren bereits schneebedeckte Berge auszumachen.


Am Nachmittag trafen wir auf eine grosse Gruppe Orca's , vor der Kodiakbucht sahen wir grosse Humpbackwale und die ersten Seeotter, die auf dem Rücken liegend mit aus dem Wasser ragenden Füssen, ihre Mahlzeit auf dem Bauch haltend, futterten , und uns neugierig beobachteten. Über der Insel öffnete sich die Wolkendecke, wobei die Sonne deren Schneefelder in grellem Weiss leuchten liess.

Mit dem Entern des Hafens stellten wir fest, dass uns viele freie Plätze zur Verfügung standen. Wir waren mitten in der Rotlachs und Heilbuttsaison eingetroffen, und viele Boote waren unterwegs.


03. Juli 2005

Hello, you are vom Switzerland ? wurde ich von einem blonden Mann angesprochen, als ich im Begriff war, die Salzrückstände der hinter uns liegenden Fahrt vom Deck der BLUE PEARL zu waschen.


Eine schöne Jacht, dürfen wir sie uns anschauen?


Auf meine Zusage rief er seinen Freund, der sich mir als Rick vorstellte, und zusammen stiegen sie über die Reling, und ohne viel Umstände hinein ins Deckhaus, wo sie von Anita in Empfang genommen wurden.

Wir erfuhren, dass Ken Fischer ist, und zurzeit auf sein neues Schiff wartet, das er bei einer Werft in Nova Scotia (Kanada) bestellt hatte. Mit dem neuen Schiff wird er neben der Hauptsaison auch Tagestouren mit am Fischen interessierten Gästen machen können.


Ken und Rick sind Jugendfreunde, wobei Rick nun in Anchorage lebt, und mit seiner Tochter zu Besuch bei Ken ist. Wir unterhielten uns lange, und bekamen nebst zum Teil turbulenten Erlebnissen, viel Wissenswertes über die Region zu hören.


Später erzählte uns Ken, dass sein Freund Rick nach Verlassen der BLUE PEARL ganz begeistert zu ihm gesagt habe......Hei die sind ja wie wir!!!

Das war wohl auch mit ein Grund, dass wir, als wir vom Einkaufen zurückkamen, Ken mit seiner Frau Meg bei der BLUE PEARL wartend vorfanden.


Habt ihr Lust zu einem BBQ ??


Eine Stunde später sassen wir bereits im Fond des grossen Geländewagens und waren auf dem Weg zu Ken's Haus, das sich, wie wir überrascht feststellten, mitten im Wald befand.


Wir lernten die Kinder und weitere Freunde der Familie kennen, und fühlten uns bald sehr wohl in dieser Gesellschaft.

Rick hatte vor dem Nachtessen den grossen gusseisernen Ofen im Badehaus im Garten eingeheizt. Für unsere Begriffe ist das eine Sauna, die hier in Alaska eine lange Tradition hat. In der Jugendzeit von Rick und Ken war das die einzige Möglichkeit sich warm zu waschen. Und noch heute geniessen sie diese Art Vergnügen trotz des grossen Aufwands, mehrmals in der Woche.


Nach reichlich viel Essen und gutem Wein, wurden wir aufgefordert, uns im Badehaus eine Sauna zu nehmen. Bis Mitternacht „es war immer noch taghell“, hatte sich die ganze Gesellschaft in Etappen dieses Vergnügen gegönnt.....


04. Juli 2005
Am Montag dem 4. Juli
feiert die USA ihren Unabhängigkeitstag.


Um Mitternacht vom Sonntag auf den Montag, wurde über dem Hafen ein grosses Feuerwerk gestartet. Leider setzte die Dämmerung erst mit den letzen am Himmel explodierenden Feuerwerkskörpern ein, was den grossen Aufwand nicht zum Spektakel werden liess.


Nach dessen Abschluss verabschiedeten wir uns von Ken und Meg, die uns zurück zum Hafen gebracht hatten, und verabredeten uns an der Bootsmesse in Seattle, wo ihr neues Schiff zu sehen sein wird. Am Abend bevor wir uns auf den Weg zum Festland machten, brachte uns Rusty, ein Mann, den wir am Vortag im Ort getroffen, und mit dem wir uns kurz unterhalten hatten, ein Salmon- sowie ein riesiges Heilbuttfilet.


Damit sind wir gefordert, wie in Zeiten, wenn wir unterwegs eine zehn Kilo Goldmakrele von achtern an Bord heben. Einzig um die Entscheidung, ob wir die riesigen Filets wieder schwimmen lassen sollten, brauchten wir uns diesmal keine Gedanken zu machen.


06. Juli 2005

Geographic Harbour


Am Morgen des 6. Juli waren wir unterwegs mit Ziel Geographic Harbour, eine gut geschützte Ankerbucht am Festland.


Wir wurden vom Hafenmeister-Stellvertreter bezüglich der Tidenströme, und der einzuhaltenden Zeiten an verschiedenen Punkten instruiert, mussten aber vor Ort feststellen, dass diese Angaben falsch, und die angegebenen Zeiten ungünstig waren.


In der Kupreanof Strait, noch mitten in den Kodiak Inseln, verholten wir uns am Abend in der Dry Spruce Bay hinter die „Bare Insel“.


Auf einige Distanz machten wir am Festland ein grosses Gebäude aus, das, wie wir später vernahmen, eine Fischkonservenfabrik war. Die heutige Regelung gesteht den Fischern mehr Rechte zu. Es liegt nun in ihrem Ermessen zu entscheiden, wem sie ihren Fang verkaufen wollen. Aufgrund dieser Gesetzesänderung wurden diese und weitere Fabriken unwirtschaftlich und mussten geschlossen werden.

Am nächsten Tag querten wir die Shelikof Strait, zwischen den Kodiak Inseln und dem Festland, wo uns ein rauer Westwind, und starker Gegenstrom erwartete.


Mit gerefftem Gross, und Kutter passierten wir die Strasse, und hielten Kurs auf die Amalik Bay, an deren Ende der Geographic Harbour liegt.


Wir hatten unsere Rollgenua am zweitletzten Tag vor der Ankunft in Kodiak zu Fetzen gesegelt, und waren froh, dass der Wind stark genug für diese Besegelung war.


Schon die Anfahrt zum Geographic Harbour war ein landschaftliches Erlebnis, das unsere Erwartungen übertraf. Im geschützten Insellabyrint war die Oberfläche des Wassers so glatt, dass sich die Küste säumenden Grünzonen und Felsen, sowie weiter entfernte Schneeberge darin spiegelten.


Schon vor der Einfahrt in den letzten Abschnitt, den Geographic Harbour, sahen wir den ersten Braunbär, der in unmittelbarer nähe, die Steine an der Küste nach Muscheln absuchte.


Als wir unser Ziel erreichten, tummelten sich dort an der breiten Sandküste vier weitere Bären in verschiedenen Grössen.


Wir fanden am Ende der Bucht, auf sechs Meter Tiefe guten Ankergrund, fühlten uns wie im Garten Eden, und konnten uns kaum satt sehen an dem Spektakel, das die Natur uns bot.


Am Samstag besuchte uns Steve, ein Fischer aus Homer mit seiner Crew. Er hat den Samstag zum jeweiligen Ruhetag für sich und seine Leute ernannt.


Sie hatten uns auf dem Weg in Richtung Geographic Harbour gesehen. Auch für sie war es nun das erste Mal, dass sie diesen Ort aufsuchten.


Von ihnen erfuhren wir vieles über die Fischerei in dieser Region. Es wäre das nächste Heilbutt Filet fällig gewesen, wenn wir dieses nicht ausgeschlagen hätten, denn bis zum Vortag hatten wir uns an den Filets, die wir vor unserer Abreise in Kodiak erhalten hatten, satt gegessen.


10. Juli 2005

Am Sonntag dem 10. Juli machten auch wir uns auf den Weg in den Nachbarfiord. Unser Ziel, war der Hidden Harbour, der am Ende der tiefen Kinak Bay liegt.


Auf dem Weg treffen wir auf eine Bärin mit ihren zwei, noch sehr kleinen Jungen. Als wir uns dem Strand näherten, wo sie nach Muscheln gruben, wurde die Bärenmutter auf uns aufmerksam, hob die mächtige Pranke, und schnaubte uns entgegen. Wenn es darum geht, ihre Jungen zu schützen, werden die Bärinnen unberechenbar. Noch am Vortag hatten wir einen mächtigen Braunbär aus nächster Nähe beobachtet, der uns kaum beachtet hatte.


Auch dieser Ankerplatz war ausgesprochen idyllisch. An jenem Abend waren Seeotter, jedoch keine Bären zu sehen.


Aufgrund von Steve's Besuch und seiner Empfehlung, hatten wir uns entschlossen Homer aufzusuchen. Am Montag machten wir uns auf den Weg, mit Stop in der Kukak Bay, da die hundertzwanzig Meilen nicht in einem Tag zu schaffen waren.


Am Abend ankerten wir auf für die Fahrt während der kurzen Nacht.

Der Dienstag wurde dann recht unfreundlich. Ein starker Ostwind peitschte uns feuchte Luft und Spraywasser entgegen, langsam senkte sich die Wolkendecke, und es wurde kälter. Der unfreundlichste Tag, seit wir Kodiak erreicht hatten.


In Homer ist die Strasse zu Ende


In Homer, wo wir am Abend eintrafen, verholten wir uns für zwei Nächte in den Hafen, der in einem flachen Moränenwall angelegt ist, der drei Meilen in die Bay hinausreichte.


Wie erwartet trafen wir auf diesem Damm auf Hunderte Wohnmobile zum Teil in Megagrössen, die hier am Ende einer Route wo kein Weg weiterführt, Rast machten. Dagegen waren wir die einzige Fahrtenjacht im Hafen.


An einer Mole sahen wir, wie grosse Mengen von Heilbutts die über zwei Meter Länge erreichen können, aus den Trawlern entladen wurden.


Diese Gegend beherbergt einige Individuen, die zum Teil vor Jahrzehnten hier am Ende der Welt Wohnsitz genommen hatten.


So gehört Jeane Keene die >Eagle Lady< die im Winter Hunderte von Weisskopfadler mit Fischdärmen füttert, zu den Kuriositäten. Sie hat sich damit die Biologen zum Feind gemacht, die befürchten, dass das natürliche Verhalten der Raubvögel verändert wird.


Auf dem Weg in den Ort trafen wir auf einen Trödler, der inmitten von Schiffswracks, Burgkulissen aus Spritzschaum und weiterem Schrott, seine Waren zum Kauf anbot.


Zurzeit hütet er die Katze der Nachbarn, die sich vor langer Zeit ihr Holzhaus als Aufbau auf ein ausgedientes Navy Schiff gebaut hatten. Darin hatten sie sechs Kinder grossgezogen. Die etwas eigenwillige Anlage zieht heute täglich die Aufmerksamkeit vieler Touristen auf sich.


Die Kulissen aus Schaum wurden vor langer Zeit von einem ortansässigen Unternehmer, der beruflich mit Isolationsschaum arbeitete, gebaut.

Die ganze Anlage sollte ein Schloss in Kleinformat werden, das dessen Erbauer vor langer Zeit für zwei Jahre bewohnt hatte.


Im Ort besuchten wir ein Touristik Information Center,(Island und Ocean Visitor Center) das ausführlich über Alaska und die Aleuten informierte. Dazu sahen wir einen Film des Forschungsschiff TIGLAX über die Aleuten, und deren Wildlife.

An diesem Abend erhielten wir ein e - mail von John aus Sitka in Alaska, der mit seiner vor dreissig Jahren selbstgebauten SY FARAWAY weltweit unterwegs ist. Wir hatten ihn in im Beagle Channel unweit von Cap Hoorn, und später in Kapstadt getroffen.


Anita hatte ihm am Vorabend geschrieben, dass wir Alaska erreicht haben.

Der beigefügte mail-Ausschnitt zeigt ein weiteres Mal, wie uneingeschränkt gastfreundlich die Leute hier im Norden sind.


Franz and Anita:


Great hearing of your wonderful progress. So you'll see Alaska-just don't see one of those big


Kodiak Brown bears too close! You better stop by Sitka! It's definetly, the best place in Alaska to winter over-if you're running short on time and, of course you're more than welcome to stretch your legs a little and stay at my house on Whale Island. It's rough looking on the outside but all insulated and with wood and oil heat you would be quite comfortable.

The moorage off the pier is secure from winter storms-FARAWAY was OK there for around 15 years.

Dazu viele Informationen über das von uns derzeit befahrene Gebiet...........


Am Morgen unserer Abfahrt in Homer besuchte uns John Ericson von der im Hafen liegenden Segeljacht Heidemarie. John lebt seit über zehn Jahren in Homer, und versorgte uns mit weiteren Tips für unseren Trip entlang der Südküste Alaskas ostwärts. Er und seine Frau Linda wollten mit derselben Tide auslaufen, um die nächsten Wochen in den Aleuten zu verbringen. Sie werden somit Kurs in die uns entgegengesetzte Richtung nach Westen anlegen.


Nach einer Nacht vor dem Hafen von Seldovia machten wir uns auf den Weg um das Cape Elizabeth, mitten durch die dem Cap vorgelagerten Inseln erlebten wir bei besten Wetterverhältnissen Alaska's Küsten, wie aus dem Bilderbuch.


Von Homer in den Prince William Sound


Täglich sehen wir Wale, die jedoch stets Abstand zu unserem Schiff halten.


Nach 67 Seemeilen Fahrt unter Motor, ankerten wir um halb neun in der gut geschützten Tonsina Bay. In der Einfahrt hatten wir einige flache Inseln gekreuzt, die alle dicht mit Tannen bewachsen waren. Auch rund um die kleine Bay, in der wir auf 18 Meter geankert hatten, steht dichter Tannenwald. Auf dem Grund des Ankerplatzes versuchte ich mit einem Stück Salami einen Heilbutt zu fangen, leider ohne Erfolg.


Möglicherweise war diese Spezies hier nicht vertreten, wahrscheinlich aber hatte ich nicht den richtigen Köder. Einzig die Sternfische taten sich an dem Angebotenen gütlich „eine Art Seesterne mit vielen Füssen, mit einer Öffnung inmitten der Unterseite, die sie ganz schliessen, sich aber auch Aas, zum Beispiel tote Fische in ansehnlicher Grösse einverleiben können.


Die Sternfische ihrerseits sind die beliebteste Nahrung der Seeoter.


Gegen Abend hatte sich der Himmel bewölkt, und in den Fjorden bildete sich tiefer Nebel. Wir verbrachten eine weitere ruhige Nacht, wie wir es uns in Alaska bereits gewohnt waren.


In der Nacht setzte starker Regen ein, und als wir am Morgen losfuhren, regnete es noch immer, dennoch bot sich uns eine bescheidene Sichtweite.


Unsere Fahrt dauere kaum eine Stunde, als uns vom Pacific her eine Regenfront einholte, die wie eine weisse Wand über uns kam, und unsere Sicht auf wenige Meter reduzierte. Wir waren derzeit in schmalen, wenigen hundert Meter breiten Fjorden unterwegs, durch deren Querpassagen wir geschützt vom starken Schwell des Pacific's in Richtung Nordosten halten wollten.


Da wir auf dem Weg von Hawaii nach Alaska den Ausfall des Radars hinnehmen mussten, und diesen weder in Kodiak noch in Homer reparieren lassen konnten, waren wir einzig auf unsere elektronischen mit GPS unterstützten Seekarten angewiesen.


Auf dem Laptop war die Seekarte geöffnet, deren Grösse wir von


Global 1:250 Millionen bis runter zum Detail von 1: 500 zoomen können.


Durch den angeschlossenen GPS ist unser Schiff in genauer Position und Fahrtrichtung auf der Karte angegeben, und verholte sich, entsprechend unserer laufend veränderten Position.


In diesem Fall entschlossen wir uns, eine gutgeschützte Bucht in der Nähe anzulaufen, um dort besseres Wetter abzuwarten.


Wir steuerten unser Schiff auf dem Laptop in diese Bucht, und als wir einige vorgelagerte Steine und Inseln passierten, konnten wir uns überzeugen, dass die Situation auf dem Laptop genau der Realität entsprach. Zudem verglichen wir die in der Karte verzeichneten Tiefen mit den Werten unseres Log.


Einzig weitere allfällige ‚Verkehrsteilnehmer' sind in diesem Falle nicht auszumachen.


Übrigens war das in den sechzehn Tagen unseres Aufenthalts in Alaska der erste Regen... Ein Mann von der Coast Guard in Kodiak sprach von einer langen Schönwetterperiode, als es dort den vierten Tag nicht geregnet hatte.

Der Regen hielt bis in den Nachmittag hinein an, so dass wir entschlossen, uns erst am nächsten Morgen wieder auf den Weg zu machen.

17. Juli 2005

Wir erreichen den Northwestern Fjord


Der Sonntagmorgen erwartete uns mit Sonne und blauem Himmel.


Jetzt im Sonnenschein zeigte es sich, dass wir uns am Vortag in eine traumhaft schöne Bucht verholt hatten, die auch als Ankerplatz keine Wünsche offen liess.


Um acht Uhr nahmen wir die Fahrt zum Nordwest Fjord wieder auf, den zu besuchen uns verschiedentlich empfohlen wurde.


Alaska ist wirklich ein fantastisches Land, hier an der Südwestküste liegt ein Fjord neben dem andern. Zum Teil sind diese mit Passagen verbunden, so dass wir den offenen Pacific oft nur von Weitem sehen.

Auch recht so, es hat hier oben im Sommer bis Ende August wenig Wind. Die Tiefs die vom Westen her kommen, haben, wenn sie diese Region erreichen alle Energie verpufft. Wir sind derzeit fast ausnahmslos mit Motor unterwegs.


Da wir bis Vancouver ohne Genua, nur mit Gross und Kutter ausgerüstet sein werden, brauchen wir mindestens zwanzig Knoten Wind, um recht in Fahrt zu kommen.


Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel, und setzten zu einer sechs Meilen langer Rundfahrt an. Von den verschiedenen Gletschern reichten nur noch deren zwei bis zum Wasser des Fjords. Weitere Gletscherzungen haben sich bereits weit in die Felsenschluchten zurückgezogen. (Es gibt im Prince William Sound Gletscher, die sich jährlich um eine Meile zurückbilden) Vor den Gletscherabrissen die noch zum Wasser reichen schwammen viele kleine Eisbrocken. Auf einem der grösseren döste eine kleine Kolonie Harbour Robben. Bald werden sie auf ihre schwimmenden Untersätze verzichten müssen...


Was seit vielen Tausend Jahren Bestand hatte, soll dann endgültig zur Vergangenheit gehören....


Das erinnert mich an Matthias, den wir in Grönland kennen gelernt hatten. Er hatte seine Jugend in einem Erdhaus, und im Sommer zum Teil hinten auf dem Kanu der Eltern verbracht.


Er fragte >Wo sind die Gletscher, die in meiner Jugend alle bis hinunter zur See gereicht hatten, wo sind sie??<


Ein etwas beklemmendes Gefühl bleibt zurück... Können wir unbesorgt darüber hinwegsehen, ist das die normale Evolution??


Noch sind viele Millionen Kubik Eis in den Bergtälern, der Northwestern Fjord ist noch heute fantastisch schön.


Meistens plagen uns keine solchen Gedanken. Alaska ist der Ort, wo es womöglich mehr Bären als Menschen gibt, die sich in den weiten unberührten Wäldern noch recht ungestört fühlen müssen. Allein auf der Insel Kodiak sind dreitausend Kodiakbären, die neben neuntausend Menschen leben.


Den Weisskopfadler sehen wir hier täglich in grosser Zahl. Er ist seines weissen Kopfes wegen überall leicht auszumachen. Papageientaucher sehen wir so oft wir aus dem Deckhaus schauen.


Es scheint als sollten die letzen Monate mit der BLUE PEARL entlang von Alaskas Küste zu einem unvergesslichen Finale werden.


20.Juli2005

Weiter nach Seward


Auf dem Weg nach Seward nahmen wir Kurs auf Chiswell Island, um die angesiedelte Kolonie Steller Robben zu sehen.


Ihr Nachwuchs ist dabei, dem Säuglinsalter zu entwachsen, was uns in der kurzen Zeit, in der wir in unmittelbarer Nähe der Insel drifteten, einige putzige Szenen bescherte.


Kurz nachdem wir wieder Fahrt aufgenommen hatten, trafen weit über ein Dutzend schwarzweisse Delphine zu uns. Das Verhalten dieser Art ist sehr speziell, sie schwimmen schneller und spritzen beim Auftauchen stärker als ihre Artgenossen. Ihre Zeichnung ist ähnlich wie die der Orca's Wale.


Anita hatte beim Fotografieren mit der langsamen elektronischen Kamera jeweils nur das Spritzwasser auf dem Bild.


Die nächste Nacht verbrachten wir in der Bulldog Cove 18 Seemeilen vor Seward. Bei einem Besuch an Land, entdeckten wir, dass sich unmittelbar hinter der Küste ein idyllischer See ausdehnte. Die urwüchsige Umgebung war durchsetzt mit Blumenwiesen und Büschen. Die Lachsbeeren waren in voller Reife, und in kurzer Zeit hatten wir uns daran sattgegessen.


In den Büschen entdeckte ich ein altes Holzboot, das sehr stark den alten Walfängerbooten glich, die wir in der Antarktis bei der alten Walstation im Vulkankrater von Deception Island gesehen hatten.


Das Boot wurde wohl vor sehr langer Zeit bei einem Sturm, über den Wall gespült.


Am Dienstag erreichten wir Seward, den Ort, der wie Homer am Ende einer Route liegt, wo es nur wieder zurück geht.


Geprägt durch unzählige Wohnmobile, hat die Touristenbranche derzeit zu Land und auf dem Wasser Hochkonjuktur.


Bereits am ersten Abend wurden wir von Janet und Jerry auf ihrer Segelyacht zum Essen eingeladen, sie haben hier in Seward ihren Heimathafen. Wir hatten sie schon in Kodiak getroffen, und dort einen langen Abend auf ihrem Schiff verbracht. Sie hatten von einem Fischer ein Heilbutt- Filet bekommen, das für die beiden allein viel zu gross war.


Am nächsten Morgen waren sie bereits wieder aufgebrochen, um einige Tage in den Buchten der Region zu verbringen. Wir haben uns vorgenommen, bis zum Wochenende in Seward zu bleiben, da einige Arbeiten an der BLUE PEARL anstehen.


Am Freitag besuchten wir das 1998 eröffnete Sealife Center. Uns waren viele der Attraktionen bereits aus den eigenen wildlife Erlebnissen bekannt.


Einige Zahlen weckten jedoch unsere Aufmerksamkeit.


In der Beeringsee, die grösser ist als das Mittelmeer, leben über 430 verschiedene Fischarten, dreissig verschiedene Arten Seevögel, und 27 Arten von Seetieren. Das entspricht weltweit der grössten Vielfalt und Dichte. jährlich wird eine Billion Tonnen abgefischt. In den letzten Jahren wurde eine drastische Abnahme vieler Arten festgestellt. Man wird sich nicht einig, ob das nun Übernutzung ist, oder womöglich der globalen Klimaveränderung zuzuschreiben sei.......


In der Aialik Bay wurden 1980 eintausendsechshundert Harbor Robben gezählt, heute sind es noch deren zweihundert.


Am Samstag machten wir uns daran, den Mount Marathon zu besteigen.


Anlässlich des Unabhängigkeitstag am 4. Juli wird auf dessen Spitze (23022 Fuss) und zurück in den Ort ein Race ausgeführt.


Wir hatten schon Mühe, den beinahe überhängenden Einstieg zu schaffen, und brachen später das Unternehmen auf halbem Wege ab. Solche Efforts sind wohl etwas für jüngere Generationen...... Wir besuchten stattdessen einen Wasserfall. Dieses eine Mal galt „der Weg ist das Ziel“, denn als wir auf der Höhe des Wasserfalls ankamen, konnte man kaum eine Position ausmachen, die den Blick auf den Fall freigab, der vom Ort aus bestens zu sehen ist.


Am Sonntagmorgen waren wir bereits um Sechs Uhr früh, mit auslaufender Tide unterwegs mit dem Ziel Prince William Sound.


Wir hatten uns an der Tankstelle im Hafen mit Diesel versorgt, da wir die vor uns liegende Route mit grosser Wahrscheinlichkeit unter Motor absolvieren werden.


25.Juli2005

Prince William Sound


Nach sechzig Meilen erreichten wir den Anfang der Prince of Wales Passage, eine der Einfahrten in den ca. 80 x 80 Seemeilen grossen Sound.


Für die Nacht verholten wir uns in die ruhige idyllische Anch Bay. Im Laufe des Tages hatte Regen eingesetzt, der uns für die ganze folgende Woche prognosziert wurde.


Am nächsten Tag passierten wir den ca. 12 Seemeilen langen Fjord. Trotz einlaufender Tide trafen wir auf Gegenstrom. Auch später in der Kingth Island , und in der darauffolgenden Perry Passage hatten wir bis zwei Knoten Strom gegenan. Es zeigte sich, dass es mit dem Tidenstrom Glücksache war, da oft Gegenstrom herrschte. In den ersten Tagen waren wir trotz der vielen Millionen Kubik Wasser, die im Rhythmus von ca. sechs Stunden in eine bestimmte, „uns bekannte“ Richtung fliessen sollten, oft am falschen Ort. Dennoch hatte der Prince William Sound viel zu bieten. Einzig in der grossen Whale Bay, von der aus viele Fjorde in die Tiefen des Sounds führen, trafen wir nicht wie erhofft, auf Wale.


Wir ankerten dort in einer namenlosen Bucht, und machten uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Chenega Glacier. Wie schon im Northwesternfiord sahen wir vor dem Gletscherabriss eine Kolonie Harbour Robben. Am Tag darauf sahen wir vor dem Harvard Glacier an die Hundert, die träge auf den treibenden Eisschollen dösten.


Möglicherweise waren sie sich dort an die Ausflugsboote aus Whittier oder Valdez gewohnt, denn sie machten bei unserer Annäherung kaum Anstalten, ihre schwimmenden Untersätze zu verlassen.


Auf dem Eis liegend wirken sie kugelrund, und wie überdimensionierte Würste, im Sealife Center in Seward haben wir vor wenigen Tagen gesehen, wie schnell und cool sie sich im Wasser bewegen. Als Beobachter kann man dabei kaum wahrnehmen, woher die Energie für die hohe Geschwindigkeit kommt.


An diesem Tag waren die Robben das highlight, die Gletscher wirkten regenverhangen, die gemachten Bilder wirkten, als wären es schwarzweiss Fotos.


Die Nacht zuvor lagen wir im Coghill Cove vor Anker, in den ein kleiner Fluss mündet. Bei hochstehender Tide konnten wir das breite und untiefe Delta mit dem Beiboot überwinden. Nach einigen Rumpler waren wir im etwas tieferen Flusslauf, und fuhren darin tiefer in die den Bergen vorgelagerte Ebene.


Als sich das Gewässer teilte, waren wiederum beide Flussarme zu seicht, um die Fahrt fortzusetzen. Das war aber auch schon die Stelle, wo die Lachse müde von der Anstrengung in den Hinterwassern standen, um sich zu erholen.


Viele waren vom nahen Tod gezeichnet, so dass sie zur leichten Beute für die Weisskopfadler wurden, die zusammen mit den Möwen das Feld räumten, als wir eintrafen. Entlang den Ufern zeugte das flachgetretenen Gras dafür, dass sich hier auch die Bären verpflegten.


Unzählige weitere Lachse schwammen in den Schnellen, übersprangen kleine Fälle, oder schlitterten durch seichte Stellen.


Nach einigen erfolglosen Versuchen, war es mir gelungen, einen Pink Salmon auszumachen, der einen gesunden Eindruck machte, jedoch im Moment etwas handicapiert schien.


Ich hatte gelesen, dass die Crew einer Jacht sich der Harpune bediente, um sich den gewünschten Lachs zu beschaffen. Da wir uns der Jagd in den Riffen enthalten, hatten wir kein entsprechendes Geschütz an Bord. Wir mussten in den folgenden Tagen noch oft feststellen, dass ein Lachs bei guter Gesundheit von Hand kaum zu fangen ist.


Auch am nächsten Abend in der Esther Passage lauerte ich vergeblich auf meine Chance. Lädierte Doc Salmon, die zur leichten Beute hätten werden können, schwammen im Dutzend unter das Beiboot, ein Pink Salmon jedoch liess sich nicht erwischen.


Das Rudel halbwüchsiger Schwarzbären, das wir kurz vor dem Ankerplatz an der Küste beobachten konnten, entschädigte mich für den ausbleibenden Lachs, zudem war noch der Fang des Vorabends im Kühlschrank, wir brauchten also nicht unmittelbar zu hungern.


Hätten wir gewusst, dass sich der ganze nächste Tag derart trübe zeigen würde, wir hätten in der Passage am Morgen nicht aufgeankert, wären faul liegengeblieben, und hätten gegen Mittag bei tiefer Tide womöglich Bären beim Fischen beobachtet...... Was hätten wir nicht alles besser machen können, an diesem Morgen.... Tatsache wir waren am 29. Juli unterwegs, und versuchten uns im tiefhängenden Nebel schadlos zu halten.

Die Sicht war zu schlecht, als dass wir die im Süden von Glacier Island angesiedelte Kolonie Seelöwen hätten ausmachen können. So verholten wir uns in deren Norden in das Jackson Hole, eine ruhige Bay, in der wir uns eine genau so ruhige Nacht versprachen

31. Juli 05

Columbia Glacier im Prince William Sound


Am Sonntag dem 31. Juli war der Columbia Glacier auf dem Programm.


Dass wir auch an diesem Tag kein Wetterglück haben würden, wurde uns mit einem Blick aus dem Deckhaus bewusst, dass es derart weit zum Gletscher ist, jedoch nicht.


Als wir uns gemäss der Seekarte dem Columbia Gletscher näherten, trafen wir anstelle dessen auf eine Reihe grosser Eisblöcke, die auf einem Moränenhügel gestrandet waren. Im tiefhängenden Nebel waren vor uns die Konturen einzelner Berge auszumachen.


Erst als wir uns nach Karte auf Eis befanden, sahen wir den Gletscher weit hinten im Tal.


Nach einer Stunde Fahrt durch treibendes Eis, hatten wir uns dem Gletscherabriss um weitere viereinhalb Seemeilen genähert. Wir waren noch ca. 4 Seemeilen von unserem Ziel entfernt, als wir uns zur Umkehr entschlossen, da das stets dichter werdende Treibeis unserem Antifouling zusetzte.


In diesem Fall hat sich die Gletscherkante seit September 1930, wenn die Seekarte seither in diesem Bereich nie überarbeitet wurde, um ca. 15 Km zurückgebildet.


Was bleibt ist ein Bruchteil der Eismassen, die damals die nun zur See gewordene Bucht mit einer Fläche von ca. 80 bis 90 Km2 füllten.


Da weiterhin Ostwind angesagt war, und wir für den Trip in Richtung Sitka Westwind vorzogen, entschlossen wir uns dazu Cordova, einen der drei Orte im Prince Williams Sound zu besuchen.



01. August 2005


Cordova im Prince William Sound


Nach einer Nacht im Snug Comer Cove, wo wir in verschiedene Bächen Lachse beobachten konnten, trafen wir am 1. August in Cordova ein.


Das Wetter hatte sich seit einer Woche kaum geändert, und die Aussichten waren nicht vielversprechend.


Der kleine Ort hat keinen Strassenanschluss, wird aber regelmässig von Fähren angelaufen.


Im Winter ist hier ab Meereshöhe Skifahren möglich, da die Piste mit Lift bis in das Dorf führt.


1911 wurde eine Bahnlinie zu den Kupferminen eröffnet. 1938 wurde der offizielle Betrieb eingestellt. Die Strecke war speziell wegen einem Viadukt, der Million Dollar Bridge, die über den Kupfer River führte, bekannt.


Die Bausumme von anderthalb Millionen Dollars entsprach für damalige Verhältnisse einem überaus grossen Betrag. Ein Erdbeben zerstörte 1964 einen Teil der Brücke, was für diese Strecke das endgültige aus bedeutete.


Heute ist neben dem im Vergleich zu Seward bescheidenem Tourismus, eine recht aktive Fischerei zu beobachten.

Die fischverwertenden Betriebe entledigen sich der Abfälle direkt via Kanalisation in den Sound unmittelbar vor den Hafen. Das führt zu einer Riesenpopulation Seemöwen, die in dichten Schwärmen über diese Abfälle herfallen.


Dem Hafen beschert das bei ungünstigem Wind eine auf dem Wasser treibende Fettschicht, die unseren Wasserpass in nur einem Tag auf unvorteilhafte Art befallen hatte.


Bald hatten wir uns mit Frischprodukten versorgt, die Wäsche auf Vordermann gebracht, und uns selbst eine Dusche gegönnt. In der Bibliothek bedienten wir uns des Internets, das in den US Library's kostenlos ist. Nach dem Besuch des Ortsmuseums, das auch über die Tanker-Katastrophe der EXXON VALDEZ im 1989 berichtet, war das Schlechtwetterprogramm vor Ort grösstenteils absolviert, und wir zogen es vor, die nächste Nacht in einer nahen Bucht zu verbringen, da der Gästesteg beim Eingang liegt, und ein Ankerplatz allemal ruhiger ist.


05. August 2005
Regen Regen Regen


Am Abend des 2. August verholten wir uns in die zwei Seemeilen entfernte Deep Bay.


Wie schon seit Tagen regnet es die meiste Zeit ausgiebig. Die Nächste Nacht, und der folgende Morgen änderte nichts an dieser Tatsache. Die Weitsicht, für die der Norden bekannt ist, blieb uns während des Aufenthaltes im Prince William Sound verwehrt.


Unser nächstes Ziel war die Garden Cove in der nähe des Eingangs zum Sound. Unser Weg führte uns zum zweiten Mal durch die Orca Bay, doch schon wie während der Anfahrt, waren auch an diesem Tag in den bis auf das Wasser hängenden Wolken, keine Orca's auszumachen.


In der grossen Bay, die ungewohnt schlechten Schutz bot, war ausser uns ein Schlepper, mit seinem nun leeren Containerkahn, verankert. Vor Tagen hatten wir ihn gekreuzt. Nun wartete auch dieses Gespann auf gute Voraussetzungen, um sich in den offenen Pacific hinauszuwagen.


Der übernächste Morgen fanden wir als gut genug, da wir ohne Genua auf genügend Wind angewiesen waren, so dass wir mit Gross und Kutter in Fahrt kommen wollten.


Der Wind war mit knapp zwanzig Knoten gut, die Richtung führte uns in den Pacific hinaus, so dass wir die Stops in der Icy- und in der Yankutat Bay bleiben liessen, und Kurs auf Sitka anlegten.


Ganz ohne Hilfe des Motors ging es dann aber nicht, das Hoch, das zunehmend überhand nahm, und sein Zentrum über unsere Position rückte, brachte uns die ersten Sonnenstrahlen, liess jedoch den Wind zunehmend einschlafen. Erst Am Abend bevor wir Sitka erreichten, kam wieder ein steifer Nordwestwind auf, der uns zu dem gewünschten Speed verhalf.


08. August 2005
Sitka


Die Regenzeit war schon fast vergessen, als wir uns Sitka näherten.


Der Ort mit seinen vorgelagerten Inseln, der nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen ist, empfing uns mit lauter Sonne, und das schien sich auch in den folgenden Tagen, und während unseres ganzen Aufenthaltes nicht zu ändern.


Wir hielten auf Whale Island zu, dessen Eigner John, uns sein Haus für den Winter angeboten hatte.


In der Bucht zwischen den Inseln setzten wir uns vor Anker. Voraus war zwischen weiteren Inseln die Stadt mit seiner Bogenbrücke aus Beton auszumachen. Der Hintergrund ist gesäumt mit über tausend Meter hohen Bergen, wo zum Teil noch Schnee lag.


Trotz der Stadtnähe, und des lauten Dröhnens der Wasserflugzeuge, die fleissig starteten oder zur Landung ansetzten, war diese Inselwelt eine Idylle, wie wir es nur selten erlebt hatten.


Johns Insel erreichten wir über einen Anleger in deren Norden. Dieser wurde als schwimmender Steg gebaut, da die Gezeiten hier bis über vier Meter Tidenhub mit sich bringen. Einige hundert Meter Pfad durch dichten Urwald führten uns zu seinem Haus und der Sägerei im Südwesten der Insel.


Das Haus schien mitten im Umbau verlassen worden zu sein. Dessen Verkleidung in Plastik weißt darauf hin, dass die Aussenhaut noch anzubringen ist.


Aber wie John uns geschrieben hatte, lässt sich hier Wohnen. Holz ist für viele Winter vorhanden. Im Bereich der Sägerei türmten sich Stämme, mit zum Teil über anderthalb Meter Durchmesser, die John als treibende „Log's“ aus der See geborgen und hierher geschleppt hatte. Daneben lagen gesägte Balken, und Abfallholz zu Haufen.


Die Bausubstanz, die zur Hauptsache aus der Überdachung der Sägerei bestand, war von den Jahren gezeichnet, und Winterstürme hatten ihre Spuren hinterlassen. Dort wo das Dach abgedeckt war, blieb die Anlage ungeschützt der Witterung ausgesetzt.


Die schweren Maschinen, Bagger und Lastwagen, die John nach Bedarf für seine Arbeiten umgebaut hat, hatten schon bessere Zeiten gesehen.


Dennoch wird John alles zum Laufen bringen, wenn er hier im Herbst seine Kundenaufträge ausführen will... für uns unvorstellbar.

Es spielt auch keine Rolle, für die Leute hier in Sitka ist jederman sehr wohlhabend, der sich das Wohnen auf einer dieser Inseln leisten kann.


Die Natur ist daran, sich Johns Insel zurückzuholen, in den Wipfeln der Tannen sass ein Weisskopf-Adlerpaar, das durch unser Eindringen gestört wurde. Statt einfach davonzufliegen, gaben sie Warnschreie von sich, zogen tief durch die Lichtung gleitend einen Bogen, und kehrten auf ihren Hochsitz zurück.


Wir entschlossen uns, hier vor Anker liegen zu bleiben, und uns nicht wie vorgesehen in den Hafen zu verholen. Mit dem Beiboot waren die anderthalb Seemeilen zum Ort in kurzer Zeit zurückgelegt, und Möglichkeiten zum Anlegen gab es in der Stadt viele.


Sitka mit zurzeit ca. 9000 Einwohner, dehnt sich entlang der Westküste von Baranof Island, im Bereich des Sitka Sound.


Den Schutz des Sounds geniessend, hat man den Pacific doch in unmittelbarer Nähe.


Bevor die Russen Alaska 1867 an Amerika verkauften, war Sitka Sitz des russischen Parlaments, und Alaskas Hauptstadt.

1906 unter amerikanischer Führung, wechselte Alaskas Regierung nach Juneau, der heutigen Hauptstadt.


Die Region um Sitka wurde den Urbewohnern "den Tlingits", die sich hier eine Festung gebaut hatten, im Jahr 1804 in schweren Kämpfen von den Russen abgenommen.


An die Zeit vor den Russen erinnern die „Totem Pooles“, deren kunstvolle Schnitzereien viele Geschichten über die Indianer und deren Tradition sowie deren religiöse Auffassung bergen.


Grabungen und archäologische Funde, sollen auf zehntausend Jahre zurück, an diesem Ort, die Präsenz von Menschen nachweisen. Die Stämme, die vor den Russen hier angesiedelt waren, sollen schon fünftausend Jahre auf diesem Platz gelebt haben.

ihre Art zu Leben kann bis fünfhundert Jahre zurück recht gut nachvollzogen werden.


Sie waren sesshaft, und lebten in Holzbauten, da die Region jederzeit Nahrung im Überfluss bot.


Sitka liegt mit seinem touristischen Angebot im Trend. Am Mittwoch dem 10. August lagen drei grosse Kreuzfahrten-Schiffe im Sound. Zu Tausenden wurden die Gäste mit Landungsschiffen in den Ort gebracht, was einiges an organisatorischem Aufwand forderte, dass die Operation nicht im Chaos endete. So trafen wir an diesem Tag noch mehr Leute mit Namensplaketten, einem farbigen Aufkleber mit den Schiffnamen, und einen Weiteren mit der Bezeichnung des Decks auf dem Shirt geklebt.


Das Absurdum bot sich uns mit einem Lastwagen, in dessen Aufbau hunderte von Regenjacken zur Vermietung hingen, für die bei schönstem Wetter mit nahezu dreissig Grad niemand Verwendung fand.


Warum hatten sich diese Leute keinen freien Tag gegönnt??

Am Abend schlichen die Riesen mit dröhnendem Hupen aus den Sound. Am nächsten Morgen lagen die Nachfolger an deren Stelle.

Wieder mussten wir uns mit dem Beiboot wie schon gewohnt, den Weg ans Land, durch die steilen Heckwellen der Landungsboote suchen.


Das Sheldon Jackson College in Sitka betreibt archäologische Forschung, die zurück über die von den Russen besiedelte Zeit, in die Zeit der Urbewohner reicht.


Dazu führen sie eine, im Vergleich mit anderen Anlagen kleine ‚Hatchery', die der Forschung, und der Suche nach Lösungen für das Lachsproblem dienen soll.


Durch eine geschützte Aufzucht versucht man mit weniger in den Fluss zurückgekehrten Lachsen, mehr Jungfische in das Meer zurückzubringen.

So werden in den zum College gehörenden Anlagen jährlich eine Million Pink Salmon und zweihunderttausend Silver Salmon gezüchtet. Dazu werden alle zurückgekehrten Salmon gefangen und gestreift. Danach werden diese als Fischfutter verwertet, da sie in jedem Fall sterben würden.


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Prince William Sound

Weiter nach Seward

Columbia Glacier


09. April 2005 12. April 2005  27. April 2005 04. Mai 2005 11. Mai 2005 26. Mai 2005 30. Mai 2005 14. Juni 2005 01. Juli 2005 03. Juli 2005 04. Juli 2005 10. Juli 2005 17. Juli 2005

Ankunft in Tahiti

Tahiti

Befund

Von Tahiti zum Penrhyn Atoll

....Neuer Kurs Hawaii..... Pos. 08°50 Süd 158°10 West

Hawaii

Memorial Day

Kauai nach Kodiak

Kodiak, Alaska

Hello, you are vom Switzerland ?

Am Montag dem    4. Juli feiert die USA ihren Unabhängigkeitstag.

Unser Ziel, war der Hidden Harbour,

Wir erreichen den Northwestern Fjord

20. Juli 2005 25. Juli 2005 31. Juli 2005 05. August 2005 08. August 2005

Sitka

Regen Regen Regen

01. August 2005

Cordova im Prince William Sound

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